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ADT - Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter e.V.
Sitz des Verbandes: Adenauerallee 174 • 53113 Bonn
Büro Brüssel: Rue du Luxembourg 47-51 • 1050 Brüssel • Belgien

Export-Plattform (ExPla)

Die Europäische Plattform der Exporteure von Rindergenetik ( ExPla) vertritt Dachorganisationen und Zuchtunternehmen aus 12 Ländern, die zusammen rund 85 % (mengenmäßig) bzw. 95 % (wertmäßig) der EU-Ausfuhren von Rindersamen und etwa 80% der Exporte von Zuchtrindern  auf sich vereinen.


European Platform of Exporters of bovine genetics (ExPla)

Die ExPla pflegt insbesondere den Austausch mit der EU-Kommission zu allen Fragen, die mit der Ausfuhr von Rindersperma und Embryonen sowie lebenden Zuchttieren in Drittländer zu tun haben. Ein wichtiges Thema sind die Veterinärbescheinigungen, die eine Voraussetzung für den Export sind. Darüber hinaus beschäftigt sich die Plattform mit allgemeinen Fragen des Handels und sendet einen Vertreter in die SPS Market Access-Arbeitsgruppe der GD Handel.

Die Aktivitäten der ExPla gehen zurück auf eine Initiative von Berufsverbänden aus den Niederlanden, Deutschland, Frankreich und Österreich, die bereits in den 1990er Jahren begannen, den Rechtsrahmen für die Ausfuhr von lebenden Zuchtrindern zu diskutieren. Die ExPla hat sich seitdem weiterentwickelt und seit 2007 gibt es zwei Arbeitsgruppen: Die erste befasst sich mit Samen und Embryonen (S & E) und die zweite mit lebenden Zuchttieren (LA).

Die Mitglieder der ExPla treten für die Qualitätssicherung im Handel und den Abbau ungerechtfertigter Handelsbeschränkungen ein.

 


Ein Schwerpunkt der ExPla-Aktivitäten war zuletzt der Einsatz gegen die von einigen Drittländern aus Sicht der Plattform ungerechtfertigter Weise verhängten Beschränkungen des Imports von Samen, der von Bullen gewonnen wurde, die in einem serologischen Test positiv auf das Schmallenbergvirus getestet wurde. Die europäischen Exporteure haben in ein systematisches Monitoring dieser Bullen investiert und können durch die Anwendung von PCR-Tests gewährleisten, dass nur unbedenklicher Samen ausgeführt wird. Die Mitglieder der ExPla haben ein Positionspapier geschrieben, in dem dieses Vorgehen näher erläutert wird und das mit Hilfe des folgenden Links heruntergeladen werden kann:



Folgende Organisationen sind Mitglieder der Plattform:

Deutschland:  Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter (ADT), Gruppen S&E und LA

                          Bundesverband Rind und Schwein (BRS), Gruppen S&E und LA

Frankreich:      Allice (Dachverband der französischen Besamungsstationen), Gruppe S&E

                          Races de France (Dachverband der französischen Herdbuchorganisationen), Gruppe LA

Österreich:      genetic AUSTRIA GmbH, Gruppe S&E

                          Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR), Gruppe LA

Niederlande:  CRV (für die Rasse Holstein auch in CZ vertreten), Gruppe S&E

                          Veepro Holland, Gruppe LA

Dänemark, Schweden, Finnland: Viking Genetics, Gruppe S&E

Vereinigtes Königreich:                   UK Export Certification Ltd, Gruppe S&E

Irland:              Dovea Genetics, Gruppe S&E

Spanien:          Gruppe der spanischen Besamungsstationen, Gruppe S&E

Italien:              Inseme, Gruppe S&E

Belgien:           Association Wallonne de l'Elevage (AWE), Gruppe S&E

 

Vorsitzender der Plattform ist derzeit Hans-Peter Schons (ADT, Deutschland). Das Sekretariat ist im ADT-Büro in Brüssel (Rue du Luxembourg 47-51, 1050 Bruxelles) untergebracht.



EU bleibt Nettoexporteur von Rindersamen und lebenden Zuchttieren

Der Austausch von Rindergenetik über die Ländergrenzen hinweg trägt in beachtlichem Maße zu einer Stabilisierung des genetischen Fortschritts bei. Gleichzeitig ist er für die heimischen Rinderzüchter und deren Organisationen ein bedeutendes wirtschaftliches Standbein. So wurden im Kalenderjahr 2019 von den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union fast 24,2 Mio Portionen Rindersamen in andere Länder vermarktet, die einen Marktwert von fast 100 Mio EUR hatten. Während der Intra-EU-Handel das bereits sehr hohe Niveau des Vorjahrs übertraf und um weitere 300.000 auf 12,6 Mio Portionen anstieg, verfehlten die Ausfuhren aus der EU in Drittländer das Rekordergebnis aus dem Jahr 2018 um circa 170.000 Portionen und gingen auf 11,5 Mio Portionen zurück. Deutlich niedrigere Lieferungen in die Türkei und der anhaltende negative Trend der Verkäufe in die USA konnten nicht durch den höheren Absatz von Sperma nach Vietnam, China, das Vereinigte Königreich, Brasilien oder Marokko ausgeglichen werden. Die genannten Länder sind die sieben wichtigsten Absatzmärkte für die EU-27 unter allen Drittländern. Der Exportwert der Ausfuhren von Rindersamen in Drittländer belief sich 2018 auf über 38 Mio EUR. An dieser Stelle macht sich unter anderem der Brexit bemerkbar, denn weil das VK nun aus Sicht der EU-27 ein Drittland ist, zählen die relativ hochpreisigen Lieferungen dorthin nun als Export. Tatsächlich liegt das VK gemessen am Verkaufswert ganz vorne, gefolgt von China, der Türkei, den USA und der Schweiz. Lag der Anteil der Drittlandsexporte der EU-27 im Jahr 2016 noch bei etwas mehr als 50%, so ist er zuletzt auf unter 48 % zurückgegangen.

Rindersamenimporte aus Drittländern sind in den letzten Jahren tendenziell stetig gewachsen und haben im Kalenderjahr 2018 einen Höchststand von 10,6 Mio Portionen erreicht. 2019 wurde jedoch ein Rückgang um fast 10 % auf 9,6 Mio Portionen verzeichnet. Das mit Abstand wichtigste Ursprungsland sind die USA, die im Jahr 2019 noch 3,7 Mio. Dosen im Wert von rund 27,4 Mio. EUR verkauften. Kanada folgt mit etwa 3,2 Millionen Portionen (18,2 Millionen Euro). Mit gut 2 Mio Portionen reiht sich das Vereinigte Königreich auf Platz 3 ein. Die Schweiz belegt mit 281.000 Dosen den 4. Platz und hat somit Neuseeland (210.000 Portionen) überholt. Dahinter folgt Norwegen knapp 90.000 Einheiten.

Die EU ist also mengenmäßig ein Nettoexporteur von Rindersperma (rund 2 Mio Portionen). Aufgrund der Einfuhr von relativ hochpreisigem Samen aus Nordamerika und des viel niedrigeren Preises für exportiertes Sperma ist die EU jedoch gemessen am Warenwert seit langer Zeit ein Nettoimporteur (das Defizit ging 2019 auf 24,5 Mio. EUR zurück).


Der Handel mit Lebendvieh entwickelte sich zuletzt rückläufig. Während der innergemeinschaftliche Handel im Kalenderjahr 2019 mit knapp 317.000 Stück Zuchtvieh (Färsen, Kühe und andere Zuchttiere) nur unwesentlich unter dem Vorjahresniveau lag, gingen die Exporte in Drittländer um 8 % auf 249.000 Stück zurück (nachdem sie bereits 2018 um 12 % geringer ausgefallen waren). Die wichtigsten Bestimmungsländer waren Russland und Algerien, gefolgt vom Vereinigten Königreich. Die Türkei hat ihre Importe drastisch verringert und nahm 2019 weniger als 20.000 Zuchtrinder aus der EU; das waren über 70 % weniger als im Vorjahr und weniger als ein Sechstel des Rekordjahres 2017, als rund 127.000 Tiere aus der EU dorthin gingen. Die Ausfuhr von hochwertigen Zuchtrindern ist ein wichtiges Standbein der europäischen Landwirtschaft, denn der Verkaufswert erreichte 2019 gut 700 Mio EUR (etwa 61 Mio EUR weniger als im Jahr davor). Verkäufe in Drittländer hatten daran einen Anteil von 62 % (438 Mio EUR), während durch den Austausch innerhalb der EU 272 Mio EUR erlöst werden konnten. Aus Drittländern werden jedes Jahr nur wenige Zuchttiere importiert (die allermeisten davon aus dem VK) und die EU bleibt ein sehr großer Nettoexporteur; 2019 erreichte der Exportüberschuss 437 Mio. EUR.


Rz Richtig Zuechten
IGW 2020 in Berlin

Die Internationale Grüne Woche Berlin hat auch 2020 ihren Stellenwert als globale Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau unterstrichen. Wie im Vorjahr kamen über 400.000 Messe- und Kongressbesucher in die Messehallen am Berliner Funkturm, darunter etwa 90.000 Fachbesucher aus 75 Ländern. Im Zentrum der Diskussionen standen die Herausforderungen des Klimawandels für die Land- und Ernährungswirtschaft sowie Lösungsansätze für nachhaltige, ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktionsverfahren. 

Lesen Sie dazu den offiziellen Abschlussbericht.

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"Schweine Fakten" für eine fundierte Information und sachliche Diskussion
Schweine Fakten Logo

Die Anregung für das Projekt Schweinefakten stammt von Landwirten, die mit der Internetseite eine zentrale Anlaufstelle für Personen anbieten möchten, die sich für die Schweinehaltung interessieren und Fragen zur Schweinehaltung haben.
Dabei war es den Landwirten ein großes Anliegen, mit diesem Informationsangebot auch Stellung zu allgemeinen Vorwürfen gegenüber der Tierhaltung zu beziehen bzw. vermeintliche Klischees und Behauptungen zu hinterfragen."

Die Umsetzung hat der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. (ZDS) mit Unterstützung weiterer Organisationen übernommen.

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ADT Project Consulting GmbH
ADT Project Consulting

Die ADT Project Consulting GmbH mit Sitz in Bonn ist ein spezialisiertes Beratungsunternehmen mit den Schwerpunkten Planung und Durchführung von internationalen Projekten im Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie ländlicher Entwicklung. Seit 1995 ist sie in über 50 Ländern für Regierungen, öffentliche Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit sowie für Unternehmen und Verbände der Agrar- und Ernährungswirtschaft tätig.

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EPRUMA
European Platform for the Responsible Use of Medicines in Animals (EPRUMA)

Die europäische Plattform für den verantwortungsvollen Einsatz von Medikamenten in der Landwirtschaft (EPRUMA; European Platform for the Responsible Use of Medicines in Agriculture) informiert in ihrer neuen Broschüre über ihre Organisation sowie die Ziele und Aufgaben.

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Züchtungskunde
Zuechtungskunde

In dem offiziellen Organ der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde (DGfZ) werden Ergebnisse der wisseenschaftlichen Forschung in den Disziplinen Tierzüchtung, Tierhhaltung, Tierernährung, Tierhygiene und Fortpflanzung der Tiere veröffentlicht. Nähere Informationen unter www.zueku.de.

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