Die
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter e. V. (ADT) ist ein Zusammenschluss der nationalen Dachverbände der Rinder-, Schweine-, Pferde- , Geflügel-, Schaf-, Ziegen- und Bienenzüchter. Entsprechend den Aufgaben der jeweiligen Mitgliedsorganisationen werden vor allem die Bereiche Zucht, Leistungsprüfung und Besamung vertreten, ebenso die Vermarktung im In- und Ausland. Thematische Schwerpunkte sind Fragen der Tierproduktion, der Tiergesundheit und des Tierschutzes, darüber hinaus wird die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik, die allgemeine Fortentwicklung der EU und deren Einbindung in den Welthandel (WTO) beobachtet.
Sitz des Verbandes ist das
Haus der Tierzucht in
Bonn; dort sind ebenfalls die beiden größten ADT-Mitgliedsorganisationen
ADR und
ZDS ansässig. In
Brüssel unterhält die ADT ein Büro im „Haus der Deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft“, in dem auch der
DBV, der
DRV, der
Verband der Landwirtschaftskammern, die
GFP/FEI, der
VDSF, der
BDSI, der
BOGK, der
BSI und das
DIL vertreten sind. Dies erleichtert die Abstimmung und Zusammenarbeit mit den genanten Verbänden. Das Brüsseler Büro befindet sich am Place du Luxembourg, in unmittelbarer Nähe zu den Gebäuden des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und des Rates.
Zweck des Verbandes:
Laut § 2 der Satzung dient die ADT „der Zusammenfassung und Förderung aller Bestrebungen, die darauf ausgerichtet sind, die Wirtschaftlichkeit und die Wettbewerbskraft der Deutschen Tierproduktion zu verbessern und die Anforderungen von Ökologie und Ökonomie miteinander in Einklang zu bringen.“ Ihre Tätigkeit ist nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet.
Aufgaben:
Seit der Eröffnung eines Büros in Brüssel im Herbst 2001 ist die wichtigste Aufgabe der ADT die Wahrnehmung der Interessen der angeschlossenen Mitgliedsverbände gegenüber den Europäischen Institutionen (vor allem Kommission und Parlament). Die ADT versorgt die Mitglieder mit aktuellen Informationen und Dokumenten von „Brüssel“ und gibt den Akteuren in Europas heimlicher Hauptstadt gleichzeitig Informationen von der „Basis“. Daneben dient das ADT-Büro als Kontaktstelle und vermittelt Gesprächstermine mit EU-Beamten oder Parlamentariern bzw. identifiziert die richtigen Ansprechpartner in Brüssel.
Die ADT hält darüber hinaus Kontakt zu vielen anderen nationalen und europäischen Verbänden aus dem Agrarbereich. Insbesondere bringt sie sich regelmäßig in die Arbeit der AG Zuchtvieh von COPA/COGECA, der Europäischen Plattform für den Export von Zuchtrindern, Embryos und Samen (ExPla) und der Europäischen Vereinigung für Tiergesundheit und gesundheitliche Sicherheit (FESASS) ein. Kontakte bestehen darüber hinaus zum Sekretariat des Ständigen Ausschusses der Europäischen Tierschutz-Übereinkommen beim Europarat in Straßburg.
Durch ihre Aktivitäten in Brüssel macht die ADT ihre Mitglieder und deren Positionen bekannt und bietet eine Plattform für den Austausch zwischen den Mitgliedern. Dabei wird die ADT in enger Abstimmung mit den Mitgliedsverbänden tätig, vorwiegend in Bereichen mit tierartenübergreifendem Interesse (z. B. Tiergesundheit, Tierschutzfragen, Tierzuchtgesetzgebung, Vermarktung etc.). Sie versteht sich dabei als sinnvolle Ergänzung zu gegebenenfalls bestehenden Interessenvertretungen der Mitglieder.